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Deckrotwein:

Farbintensiver, dunkelroter, eher geschmacksneutraler Wein, der vor allem in kleinen Jahrgängen - weltweit - zum Verschnitt mit weniger farbkräftigen Rotweinen dient. Deutsche Qualitätsweine, die unter einer Rebsorte vermarktet werden, dürfen ohne Angabe bis zu 15% Deckrotwein enthalten. Deckrotwein wird in Baden kaum verwendet, da durch die Anwendung neuer Gärmethoden eine größere Farbausbeutung aus den Trauben erzielt wird.

Degorgieren:

Entfernung der Hefe von vergorenem Schaumwein bei der traditionellen Methode  (Champagnerverfahren), wobei die nach dem Rütteln kopfüber in ein Eisbad gestellt werden, damit der Hefepfropf einfriert; nach dem öffnen der Flasche schießt der Hefepfropf durch den hohen Innendruck nach außen.

Degustation:

Weinverkostung, Weinprobe.

Dekantieren:

Umgießen von Wein aus einer Flasche in eine Karaffe.

demi-sec:

halbtrocken, entspricht bei Champagner "süß".

Depot:

Ablagerung, meist bei hochwertigen Rotweinen, am Flaschenboden. Zeichen hoher Flaschenreife!

Dessertwein:

Sammelbezeichnung für alle süßen Weine, auch wenn sie nicht nur zum Dessert getrunken werden.

Deutscher Tafelwein:

nach dem deutschen Weingesetz, Wein der geringsten Güteklasse. Hierzu zählt auch der deutsche Landwein. Er muss Mindestanforderungen in bezug auf Alkohol- und Gesamtsäuregehaltes entsprechen. Anreicherung ist gestattet. Deutsches Weinsiegel: s. Weinsiegel

Diabetikerwein:

Ganz sicher kann man nur sein, wenn auf dem Rückenetikett einer Flasche der Vermerk steht: "Für Diabetiker geeignet - nur nach Befragen des Arztes". Folgende analytische Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden: 12% Vol. tatsächlich vorhandener Alkohol, 4 g/l Restzucker, 40 mg/l freie schweflige Säure, 150 mg/l gesamte schweflige Säure.

DLG:

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, zuständig für die Bundesweinprämierung.

D.O.:

Donaminación de Origen, kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine in Spanien.

DOC(G):

Denominatione di Origine Controlata (e Garantita) = Kontrollierter Anbau und Herkunftsbezeichnung (mit Garantie).

Domaine:

In der Bourgogne oder der Provence gebräuchlich für Weingut.

Dornfelder:

Deutsche Rotwein-Rebsorte (Neuzüchtung), sehr tanninreich. Ursprünglich war die Kreuzung aus Helfensteiner u. Heroldrebe wegen Ihrer schwarzroten Farbe als Deckrotwein von Bedeutung. Doch ihr fruchtiger Geschmack, Gerbstoffreichtum und Gehalt haben ihr zu eigenständigem Renommée verholfen. Hauptanbaugebiete sind die Pfalz und Rheinhessen.

Dosage:

Versanddosage - Durch das Degorgieren fehlt der Sektflasche etwas Schaumwein. Mit der Dosage wird die fehlende Menge aufgefüllt. Die Dosage besteht aus Wein, dem je nach gewünschter Geschmacksrichtung eine Bestimmte Menge Zucker zugesetzt wird. Dieser Dosagezusatz ist alte Tradition und die dadurch entstandene Geschmacksrichtung hat bevorzugt französische Bezeichnungen.

Doux:

süß

Drucktank:

Edelstahlbehälter zur gezügelten Gärführung. Er erlaubt die Vermeidung gänzlicher Vergärung, um eine bestimmte Menge Restzucker zu erhalten.

Durchgegoren:

Weine, die nach der Gärung keinen nennenswerten natürlichen Restzucker mehr haben.
Durchgegoren: Im wörtlichen Sinne heißt, dass der natürliche Gärprozess eines Weines nicht gestoppt wurde; bei Weinen bis zur Qualitätsstufe Spätlese ist dann nahezu der gesamte Zuckergehalt in Alkohol umgewandelt. Bei höheren Qualitäten stellen die Hefen allerdings Ihre Gärtätigkeit ein, bevor der natürliche Zuckergehalt restlos in Alkohol verwandelt wurde. Insofern sagt dieser Begriff, der bezeichnungsrechtlich (für das Etikett) nicht zugelassen ist, nichts über die Geschmacksrichtung aus. Nichtsdestotrotz wird er insbesonderer zur Abgrenzung Süßreserven-Weinen, von Kritikern der weitgefassten "trocken"-Definition als Bezeichnung für "echt trockene" Wein verwandt.

Durchrieseln:

Abfallen der unbefruchteten Fruchtansätzen der Rebblüte (s. Blüte) nach Kälte und Regen. Ursache für Ernteeinbußen (s. Verrieseln).