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Kaiserstuhl:

Weinrechtlicher Bereich im Anbaugebiet Baden, westlich von Freiburg und östlich des Rheins. Der Kaiserstuhl ist ein Vulkangebirge mit kräftigen Lößablagerungen. Die großzügigen Rebterrassen liegen im wärmsten, sonnenreichsten Klima Deutschlands und tragen ein Drittel des badischen Weins. Heute werden hier vorwiegend Burgundersorten angebaut.

Kaltgärung:

Vor allem bei modernen Weißweinen praktizierte Gärmethode, nach der die Moste bei 14 bis 18 Grad Celsius langsam vergoren werden, um duftige, frische und jung trinkbare Weine zu bekommen.

Kamm:

Auch Rappen genannt, Stiel der Weintraube.

Kanzler:

Kreuzung zwischen Müller-Thurgau und Silvaner. Liefert hervorragende Qualitätsweine und feine, elegante Spät- und Auslesen.

Kellerei:

Weine aus einer Kellerei müssen (bezeichnungsrechtlich) nicht vom Abfüller geerntet und ausgebaut werden.

Kellertechnik:

Kellermeister schwören auf die unterschiedlichsten kellertechnischen Einrichtungen und Verfahren. In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien wurde Wein seit Karl dem Großen traditionell in eisenbeschlagenen Holzfässern ausgebaut: im Gegensatz zu den südlicheren Ländern, wo Wein in Schläuchen und Glasballons ausgebaut wurde.

Kelter:

Traubenpresse. Das Wort geht auf das lateinische calcatura (Stampfen) zurück.

Kerner:

Kreuzungszüchtung aus der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg.
Bringt frische, rassige und fruchtige süffige Weine mit rieslingsähnlichem Charakter.

Kernig:

Bezeichnung für einen Wein mit kräftiger Säure, der Festigkeit, Biss und Kern hat, aber noch nicht auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung ist.

klären:

Trennen des Weins von verunreinigenden Stoffen, Trauben- und Heferückständen.

Klingelberger:

in der Ortenau (Baden) gebräuchliche Bezeichnung für den Riesling.

Körperreich:

Eigenschaft eines extraktreichen Weins.

Kohlendioxyd:

Während der Gärung entstehendes Gas, das normalerweise in die Luft entweicht. Die Weine sind daher, wenn sie abgefüllt werden, still. (Stillweine). In Schaum- und Perlweinen, die in  geschlossenen Behältern vergoren wurden, bleibt Kohlendioxyd enthalten. Auch in jungen Weißweinen können noch Reste von Kohlensäure vorhanden sein. Sie machen den Wein spritzig. In gelagerten Weinen, insbesondere in reifen Rotweinen, darf dagegen keine Kohlensäure enthalten sein.

Kohlensäurematzeration:

Methode, um Farbe und Frucht zu intensivieren. Ungepresste, ganze Trauben werden unter Sauerstoffabschluss mit Kohlensäure enzymattisch vergoren. Typisch ist die Kohlensäurematzeration für den Beaujolais.

Kork:

Durch einen schlechten Korken hervorgerufener unangenehmer Beigeschmack (franz.: Bouchon).

Korken:

Flaschenverschluss aus der Rinde der Korkeiche. Sie wächst vor allem in Portugal, Spanien, Sardinien und in Nordafrika. Die Rinde wird, nachdem sie vom Baumstamm gelöst ist, ein halbes Jahr gelagert, dann gekocht, gebleicht und desinfiziert, bevor der eigentliche Korken herausgestanzt wird. Die Haltbarkeit eines Korkens beträgt, je nach Luftfeuchtigkeit im Keller, mindestens 25 Jahre. Danach muss eine Flasche gegebenenfalls neu verkorkt werden.

Korkgeschmack:

Kommt von einem schlechten, meist fauligen Korken. Ein irreparabler Schaden!

kratzig:

Weinfehler, bei dem der Wein in der Regel zuviel Schwefel enthält.

krautig:

Geschmackston, der bei Weinen aus Cabernet franc, Cabernet Sauvignon und Merlot auftritt, wenn die Trauben nicht vollreif gelesen wurden.

Kreuzung:

neue Rebsorte, die durch Kreuzung von zwei alten Rebsorten entstanden ist: Müller-Thurgau (Riesling mit Gutedel), Kerner (Trollinger mit Riesling) und Rieslaner (Silvaner mit Riesling).

Kupfersulfat:

Spritzmischung (auch als Bordelaiser Brühe bekannt), die die Blattbildung stärkt und die Widerstandskraft des Rebstocks gegen Schädlinge erhöht.

kurz:

Wein ohne nennenswerten Geschmacksnachhall, wird gerügt als "kurz im Abgang".