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Weinbauzone:

Geographische Kategorie des europäischen Weinrechts. Baden gehört als einziges deutsches Anbaugebiet zur Weinbauzone B (wie z. b. auch die Champagne, das EIsaß und die Loire) - mit der Folge, dass badische Weine generell höhere Mindestanforderungen für Qualitäts- und Prädikatsweine erfüllen müssen als andere deutsche Moste.

Weingut:

Dieser bezeichnungsrechtliche Begriff auf dem Etikett sagt aus, dass der erzeugte Wein aus den eigenen Weinbergen des Abfüllers stammt.

Weinsäure:

Erwünschte hochwertige Säure, die den größten Teil an der Gesamtsäure des Weins ausmacht, in kühlen, regnerischen Jahren jedoch im Geschmack von der harten Apfelsäure dominiert werden kann.

Weinsiegel:

Auszeichnung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Die Siegelfarben rot, grün und gelb signalisieren jeweils die Geschmacksrichtungen mild, halbtrocken und trocken (s. Prämierung).

Weinstein:

Kristalline Ablagerungen, die gelegentlich auf dem Flaschenboden von Weißweinen zu finden sind. Dabei handelt es sich um Ablagerungen der Weinsäure, die sich im Jungwein, vor allem aber im Laufe des Alterungsprozesses bilden können. Kein Weinfehler, beeinträchtigt auch nicht den Geschmack.

Weißer Burgunder: (Weißburgunder):

Deutsche Weißwein-Rebsorte. Die "rassige" Alternative zum Grauen Burgunder präsentiert ein duftiges, weiniges Aroma, eleganten bis kräftigen Körper und kernige Säure. Der "Riesling" unter den Burgundern.

Weißer Riesling:

Fachlich korrekte Bezeichnung für den vor allem in Deutschland gepflanzten Riesling.

Weißherbst:

Deutscher Ausdruck für Roséweine.

Weißwein:

Darf in Deutschland nur aus Weißweintrauben hergestellt werden. Deren (i.d.R. farbloser) Most wird von den farbgebenden Beerenhäuten frühzeitig getrennt.
Hauptrebsorten für Weißwein sind: Riesling, Chardonnay, Sauvignon, Pinot blanc (Weißburgunder), Pinot gris (Grauburgunder/Ruländer), Müller-Thurgau. Die - bezüglich der Menge - wichtigsten weißen Rebsorten in Baden sind Müller-Thurgau (35,7% der gesamten Rebfläche), Graulburgunder (10,9%), Gutedel (8,6%) und Riesling (7,4%).

Winzergenossenschaft:

Auch Weingärtnergenossenschaft, Winzerverein; es handelt sich um einen Zusammenschluss von Winzern auf genossenschaftlicher Basis. Sie liefern ihre Traubenernte bei der Genossenschaft ab, die sich dann um Ausbau und die Vermarktung kümmert.
Dem Genossenschaftswesen ist ein besonderes Qualitätskontroll- und - Anreizsystem eigen. In Baden gehören 80% aller Betriebe Genossenschaftsmitgliedern. Man unterscheidet nach Orts-, Regional- und Gebietsgenossenschaften. 1881 wurde in Hagnau am Bodensee die erste badische Winzergenossenschaft vom Ortspfarrer Dr. Heinrich Hansjakob gegründet. Mit diesem Impuls zur Selbsthilfe in bitterster Not wurde nicht nur eine Antwort auf aktuelle soziale Probleme gegeben, sondern zugleich eine zukunftsträchtige Wirtschaftsform entwickelt, die sich in über 110 Jahren immer wieder bewährt hat.
Die heutige Bedeutung des badischen Weinbaus - sowohl hinsichtlich seiner Qualitätsprodukte wie auch hinsichtlich seiner sozialen Stabilität - ist ohne die Winzergenossenschaften nicht denkbar.

Württemberg:

Anbaugebiet in Deutschland (Baden-Württemberg)